ERICH WINKLER CYCLE RACING AKTUELL

Handicap kein Handicap für Radsporterfolge

 

 

 

 

Geisenhausen, den 10.09.2008

 


Die Backen gebläht, der Antritt entschlossen: So startete Erich Winkler in den Kampf um Bronze in der Verfolgung (Foto: privat)

 

Paralympics 2008 / Erich Winkler glänzt bei Bahnrennen:

Erich Winkler in Peking kapp an einer Sensation vorbei

 

Geisenhausen (gb). Bei den Paralympischen Bahnwettbewerben, die am Dienstag im Laoshan Velodrom mit der Einzelverfolgung über 3000 Meter zu Ende gegangen sind, hat der Geisenhausener Radsportler Erich Winkler mit neuen persönlichen Bestzeiten geglänzt. Am Ende hätte es fast noch zu der ganz großen Sensation gereicht: Im „kleinen“ Finale der 3000 Meter Verfolgung unterlag Winkler im Kampf um Bronze nur knapp dem Spanier Juan Jose Mendez.  Auch wenn er an einer Medaille vorbeigeschrammt ist – auf  die Ergebnissen aus der ersten Hälfte der Paralympischen Radwettbewerbe kann Winkler mehr als stolz sein.

 

Schon beim Sprint über den Olympischen Kilometer, dem Auftaktrennen, bot der Geisenhausener Radsportler eine sensationelle Leistung: Mit einer Zeit von 1.26.75 min. unterbot er seine alte Bestmarke von 1.28.16min. deutlich und landete auf dem nie geglaubten 12 Platz. „Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden, denn wir wurden zusammen mit den Fahrern der LC 3 gewertet. Zudem war es super, so starke Mitbewerber wie Pierre Senska, Juan Jose Mendez und Uwe Hohlrieder hinter mir gelassen zu haben“, strahlte ein glücklicher Erich Winkler. In der inoffiziellen Wertung der LC4 Fahrer landete Winkler in dieser Disziplin, die behinderungsbedingt nicht zu seinen Stärken zählen kann, auf dem vierten Rang.

 

Spannung im „kleinen Finale“ über 3000 Meter

Nicht minder spannend und erfolgreich entwickelte sich die 3000 Meter Einzelverfolgung im Velodrom von Peking. Nach dem gelungenen Auftakt fühlte sich Winkler auch für die Langdistanz bestens gerüstet und war entsprechend optimistisch. Unter den Augen und den Anfeuerungsrufen seiner Frau Karin und seiner beiden Töchter machte Winkler schon in den Vorläufen einen hervorragenden Einruck. Und auch im Finalrennen um Bronze bot Winkler seinem Dauerrivalen Juan Jose Mendez eine packendes Duell bis zur Ziellinie. Auch wenn es letztlich nur zum so oft als „undankbar“ beschriebenen vierten Rang gereicht hat, waren Winkler, seine Familie und auch Bundestrainer Adelbert Kromer ob des Ergebnisses alles andere als undankbar. Das Ergebnis ist umso bemerkenswerter, da Winkler mit seiner Zeit von 4:21.550 min. bei den Paralympics in Athen noch um Gold gefahren wäre. „Die Leistungsexplosion seit 2004 ist enorm und es freut mich deshalb umso mehr, dass ich da so gut mithalten kann“, sagte Winkler bescheiden.

 

Ab Freitag geht es auf die Straße

Bis zu den nächsten Einsätzen bleibt Erich Winkler nicht viel Zeit zur Erholung, schon am Freitag beginnen die Straßenrennen. Am Freitag um 14:45 Uhr Ortszeit steht das Einzelzeitfahren über 30 Kilometer an. Kaum 24 Stunden später beginnt das Straßenrennen über die fast doppelt so lange Distanz. Winkler, der in Athen in dieser Disziplin Bronze holte, wäre in Peking schon mit einem Platz unter den TOP 5 zufrieden. „Im Vergleich zu 2004 ist die Konkurrenz weitaus stärker geworden, sowohl was Anzahl der Starter als auch deren Verfassung angeht“, beurteilt Winkler die Situation. Dennoch: Wer den Familienvater aus Geisenhausen kennt, der ist sich sicher, dass die Kämpfernatur nicht nur wegen seiner mitgereisten Familie auf dem selektiven Kurs im Norden Pekings nochmals alles geben wird.

 

 

 

 

 

Geisenhausen, den 04.05.2008

 

Entscheidende Rennen in den kommenden Wochen:
Erich Winkler kämpft um die Olympiaqualifikation


Geisenhausen (gb). Langsam wird es ernst für den Geisenhausener Behindertenradsportler Erich Winkler: In den kommenden sechs Wochen entscheidet es sich, ob es für eine neuerliche Teilnahme bei Paralympics in Peking reicht. Deshalb wird der Monat Mai für Winkler sicher kein lauer Wonnemonat, sondern ein Monat mit einem prall gefüllten Terminkalender und einem Reiseplan durch halb Europa.

Der Geisenhausener Radsportler brennt förmlich auf die neuerliche Teilnahme an den Paralympics. Schon seit Monaten bereitet er sich intensiv auf die bevorstehenden Ausscheidungsrennen vor. So hat er Ende Februar für zwei Wochen auf Mallorca mit der Nationalmannschaft im Trainingslager Grundlagenausdauer gebolzt. Aber auch an technischen Details wurde gearbeitet: Mitte März war Winkler in Geishorn am See / Österreich im Windkanal und hat seine Sitzpositionen sowohl auf seiner Zeitfahr- als auch auf dem Bahnrad in aufwändigen Tests optimiert. „Mittlerweile kommt es auch bei uns auf jedes Detail an, denn die Leistungsdichte ist so enorm geworden, dass kraftvolles Treten alleine längst nicht mehr reicht“, fasst Winkler seine akribische Vorarbeit zusammen.

Erster Renneinsatz in Landshut
Ab Anfang April war Erich Winkler dann mit der Auswahl des Bayerischen Behindertensportverbandes zum zweiten Mal auf Mallorca. Bei diesem Trainingslager ging es darum, die Kraftausdauer zu verbessern. Den ersten ernsthafteren Renneinsatz in der Olympiasaison fuhr Winkler Ende April beim von TEAM Baier ausgerichteten Straßenrennen in Landshut. Auf der sehr selektiven Strecke über 40 Kilometer und einem Höhenunterschied von 760 Metern kam er im Hobbyrennen im hinteren Drittel ins Ziel. „Das Ergebnis von Landshut und der neuerliche Leistungstest bei meinem Personal Trainer Mathias Laar in Bad Tölz haben gezeigt, dass ich dem Trainingsprogramm schon auf einem sehr guten Weg bin“, gibt sich der Bronzemedaillengewinner von Athen 2004 vorsichtig optimistisch. Auch die Vereinsfahrten mit den Kollegen vom RC Vilsbiburg waren ein gutes Training. Vor allem die Vereinsfahrt über 200 km nach St. Englmar war ein echter Härtetest in der Vorbereitungsphase.

Bahn-Weltcup in Manchester
Vom 07. bis 13.Mai hat Erich Winkler einen ersten „Matchball“ beim Bahnweltcup des Radsportweltverbandes UCI in Manchester/Großbritannien. Bei dieser internationalen Großveranstaltung wird der Vilstaler Radsportler erstmalig auch seine neue Rennmaschine einsetzen, die Willi Baier von Zweiradsport Baier in Kumhausen bei der Firma Corratec in Rosenheim in Auftrag gegeben hat. Das Rad hat einen maßgefertigten Rahmen aus dem ultraleichten Werkstoff Carbon und „sieht gigantisch schnell aus“, wie Erich Winkler bemerkt. Danach bleibt Winkler gleich auf der Insel und geht in Newport/Wales beim Bahneuropacup des IPC an den Start. „Bei beiden Rennen hoffe ich, die vom DBS vorgegebenen Qualifikationszeiten zu erreichen“, umreißt Winkler seine Minimalziele.




Lebt derzeit nur für Sport und trainiert wie ein Profi: Erich Winkler, der in der Olympiasaison noch mehr als sonst auf die Unterstützung
seiner Familie und seiner Sponsoren angewiesen ist (Foto: privat).


Geisenhausen, den 04.05.2008

 

Entscheidende Rennen in den kommenden Wochen:
Erich Winkler kämpft um die Olympiaqualifikation

 

Geisenhausen (gb). Langsam wird es ernst für den Geisenhausener Behindertenradsportler Erich Winkler: In den kommenden sechs Wochen entscheidet es sich, ob es für eine neuerliche Teilnahme bei Paralympics in Peking reicht. Deshalb wird der Monat Mai für Winkler sicher kein lauer Wonnemonat, sondern ein Monat mit einem prall gefüllten Terminkalender und einem Reiseplan durch halb Europa.

 

Der Geisenhausener Radsportler brennt förmlich auf die neuerliche Teilnahme an den Paralympics. Schon seit Monaten bereitet er sich intensiv auf die bevorstehenden Ausscheidungsrennen vor. So hat er Ende Februar für zwei Wochen auf Mallorca mit der Nationalmannschaft im Trainingslager Grundlagenausdauer gebolzt. Aber auch an technischen Details wurde gearbeitet: Mitte März war Winkler in Geishorn am See / Österreich im Windkanal und hat seine Sitzpositionen sowohl auf seiner Zeitfahr- als auch auf dem Bahnrad in aufwändigen Tests optimiert. „Mittlerweile kommt es auch bei uns auf jedes Detail an, denn die Leistungsdichte ist so enorm geworden, dass kraftvolles Treten alleine längst nicht mehr reicht“, fasst Winkler seine akribische Vorarbeit zusammen.

 

Erster Renneinsatz in Landshut

Ab Anfang April war Erich Winkler dann mit der Auswahl des Bayerischen Behindertensportverbandes zum zweiten Mal auf Mallorca. Bei diesem Trainingslager ging es darum, die Kraftausdauer zu verbessern. Den ersten ernsthafteren Renneinsatz in der Olympiasaison fuhr Winkler Ende April beim von TEAM Baier ausgerichteten Straßenrennen in Landshut. Auf der sehr selektiven Strecke über 40 Kilometer und einem Höhenunterschied von 760 Metern kam er im Hobbyrennen im hinteren Drittel ins Ziel. „Das Ergebnis von Landshut und der neuerliche Leistungstest bei meinem Personal Trainer Mathias Laar in Bad Tölz haben gezeigt, dass ich dem Trainingsprogramm schon auf einem sehr guten Weg bin“, gibt sich der Bronzemedaillengewinner von Athen 2004 vorsichtig optimistisch. Auch die Vereinsfahrten mit den Kollegen vom RC Vilsbiburg waren ein gutes Training. Vor allem die Vereinsfahrt über 200 km nach St. Englmar war ein echter Härtetest in der Vorbereitungsphase.

 

Bahn-Weltcup in Manchester

Vom 07. bis 13.Mai hat Erich Winkler einen ersten „Matchball“ beim Bahnweltcup des Radsportweltverbandes UCI in Manchester/Großbritannien. Bei dieser internationalen Großveranstaltung wird der Vilstaler Radsportler erstmalig auch seine neue Rennmaschine einsetzen, die Willi Baier von Zweiradsport Baier in Kumhausen bei der Firma Corratec in Rosenheim in Auftrag gegeben hat. Das Rad hat einen maßgefertigten Rahmen aus dem ultraleichten Werkstoff Carbon und „sieht gigantisch schnell aus“, wie Erich Winkler bemerkt. Danach bleibt Winkler gleich auf der Insel und geht in Newport/Wales beim Bahneuropacup des IPC an den Start. „Bei beiden Rennen hoffe ich, die vom DBS vorgegebenen Qualifikationszeiten zu erreichen“, umreißt Winkler seine Minimalziele.